Simsonfreunde Eichsfeld
  roter Teufel
 
Es war Osterfeuer 2007. Bis dahin war mir nicht bewusst, dass kein Moped dieser Welt je Dettis Willen unterlag. "Kannst du mir Mopedfahrstunden geben...?".
Wie eine Kuh, die ihr Leben auf einer saftigen Wiese fristete und plötzlich Bekanntschaft mit einem Bolzenschussgerät machte, so kam die Info über mich. Kein Moped? Wie geht das denn?
Dettis Geburtstag stand vor der Tür. Und wir hatten mal wieder Glück.
In Hohengandern stand eine absolut unverbastelte S51 B-3.
Gewartet wurde Sie immer durch den mittlerweile verstorbenen "Köhlerpaul".
Das letzte mal angemeldet war sie 1997.


Der mir bis dahin unbekannte Farbton nebst "vergoldeten" Motor entpuppte sich als jahrzehntealter Ölfilm, der vom Vorbesitzer als Schutzschicht jedes Jahr verabreicht wurde. Bevor der alte Sprit im Orbit verschwand löste er diesen ostalgischen Film. Siehe da, eine rote S51 Baujahr 1983.


Energie kann nicht einfach so verschwinden, sagt der Fachmann. Beim öffnen des Vergasers konnte ich dies über die zur Sinnlosigkeit verdammten Startversuche aber behaupten. Das Benzin hatte den flüssigen Aggregatzustand wahrscheinlich schon im letzten Jahrhundert verlassen und sich in ein an Bernstein erinnerndes Material verwandelt. Die Suche nach einer Sumpffliege, die Dinosaurier-DNA bei sich trug, blieb erfolglos. Schade, Dinosauriers im Eichsfeld..., könnte mir gefallen.


Beim Blick in den Tank musste ich an Bodenfunde in Nurmansk denken. Ein Jungbrunnen war ein Stein-Sprit-Gemisch. Der Benzinhahn konnte nicht weiter verwendet werden. Dieser war zu stark zugesetzt. Sicherheitshalber fand aber noch ein Benzinfilter seinen Weg von Ingeborgs Krämerladen an den Benzinschlauch.


Die Schaltung machte anfänglich auch Probleme. Die Schaltwippe rebellierte regelmäßig zwischen dem zweiten und dritten Gang. Eine komplette Zerlegung stellte die Machtverhältnisse wieder her.

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